Multikulti. Mehrsprachig. Mitreißend. Seit Jahren bringt das Freiburger Akustik-Ensemble Matou Noir seine Fans zum Tanzen. Die sieben Musiker mischen Balkan, Klezmer, Tango und Jazz. Mitte Mai haben sie nun ihr viertes Album Tanzkellerhölle im Jazzhaus releast. Dass dabei höllisch getanzt wurde, ist so sicher wie das andächtige Lauschen in der Kirche. Denn wer Matou Noir (Französisch für schwarzer Kater) hört, bewegt sich automatisch.

 

Mit Geige, Cello, Akkordeon, Gitarre, Kontrabass und Perkussion entführt die Band in exotische Welten: eine staubige spanische Straße, ein osteuropäischer Basar, ein verborgener Hinterhof. Auch der Gesang ist multikulti: Camilla Chimiak singt in acht Sprachen. Auf Anfrage muss Cellospieler Christian Buchholz selbst nachzählen: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Roma, Jiddisch, Ladino und sogar eine eigene Fantasiesprache sind auf Tanzkellerhölle zu hören.

CD-Tipp: "Tanzkellerhölle" von Matou Noir

 

Die Palette reicht von „Serbischer Schinken“ über „La vie“ bis zu „ikh hob dikh tsufil lib“. Gleich im ersten Titel wird zum „dance with me“ aufgefordert, der „Ladino Song“ versprüht sanfte Melancholie, und „Ederlezi Revisited“ mündet in einem furiosen I-like-to-move-it-Finale. Eine Platte für Balkanfans, Akustikliebhaber und Tanzbären.

 

Text: Till Neumann

 

Matou Noir
Tanzkellerhölle
Eigenvertrieb