Von hinten nach vorne

Jemand hat sich in seiner Studierstube erschossen, vor sich ein halbvolles Glas Wein und ein aufgeschlagenes Buch. Was geblieben ist, sind die Briefe, anhand derer sich ein namenloser „Herausgeber“ auf die Suche macht. Auf die Suche danach, was den Verstorbenen wohl umgetrieben hat.

 

Regisseur Thom Lutz rollt den Goethe-Klassiker konsequent von hinten auf. Das Stück beginnt mit dem letzten Satz über die Beerdigung, „Kein Geistlicher hat ihn begleitet“ und endet mit Werthers erstem Satz aus dem ersten Brief: „Wie froh bin ich, dass ich weg bin.“

Das Leben des Werther wird aus Nachlässen, Textfragmenten und musiktheatralen Umkreisungen rekonstruiert. Die vielschichtige Theaterpartitur will den Kern eines Menschen und seine Konflikte aufzeigen. Luz arbeitet unter anderem an der Roten Fabrik Zürich, am Theaterhaus Gessnerallee, am Theater Neumarkt und am Schauspielhaus Zürich.

Weitere Vorstellungen: 3.12. und 14.12. jeweils um 20 Uhr, 23.12. um 19 Uhr, 28.12. um 20 Uhr.

Theater Basel
Sa., 1.12., 20 Uhr
www.theater-basel.ch


Foto: Theater Basel