Musik macht krank. Kein Zweifel. Zimmerblumen gehen bei klassischer Musik nach einer bestimmten Zeit jämmerlich ein. Aber ist Krankheit auch künstlerisch inspirierend? Oder wie lässt es sich erklären, dass die eine oder andere Krankheit ihre eigene Band hat? Schauen wir uns einmal um:

Mit Krankheiten wie „Fußpilz“ (Hennef), „Zahnfleischbluten“ (Nürnberg) oder „Keuchhusten“ (Stendal) kommen wir ja noch recht glimpflich davon. Deutlich schlimmer dran sind wir mit „Loikämie“ aus Plauen oder „Tumor“, einer Metal-Band aus Frankfurt, die sich den Tumoristwennmantrotzdemlacht-Witz auf ihrer Homepage nicht verkneifen können. Auch mit „Milzbrand“ ist bekanntlich nicht zu spaßen.

Fast schon zwangsläufig sind Verdauungs- und Magenprobleme bandnamengebend. So denken wir sogleich an die recht erfolgreiche Formation „Kotzreiz“ aus Berlin. Am anderen Ende der gastralen Überwindung schlecht verdaulicher Dinge haben wir sogar noch die Wahl zwischen „Durchfall“ (Punk aus Jena), „Dünnschiss“ (Punk – vielleicht aus Nordhausen) und „Diarrhoe“ (aus Magdeburg, auch Punk). Oder wir leiden an lästigem „Harndrang“ aus Wien –
eine Swing(!)Band.

Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Bevor wir uns aber mit Dingen wie dem „Bandwurm“ aus Wilferdingen beschäf-tigen, schließen wir hier. Wenn gar nichts mehr hilft, geht noch „Exodus“ (aus Kalifornien).

Ihre Geschmackspolizei