Unsere jüngsten Ermittlungen haben uns in das rurale Milieu Norddeutschlands geführt. Grund ist das Ansteigen verdächtiger Affinität einiger Bands zum Milchdrüsenorgan der Kuh. Wie zu erwarten war, wurden hinter der Agrarbiologie und dem harmlosen Beruf des Melkers schwerwiegende Vergehen und Ordnungswidrigkeiten getarnt.


Die „Oiters“ aus Benrath sind hierbei noch die harmlosesten Vertreter und schafften sogar neben erwartbaren Songs wie „Wir fahrn asozial“ einen Ausflug in die höhere Mathematik mit „Hypotenuse“.

Die Kühlungsborner „Foichten Oiter“ präsentieren uns dagegen eine eher überschaubare Themenauswahl mit Titeln wie „Deine Mutter zieht Trucks auf DSF“ oder – ganz tiefenpsychologisch – „Fick dich Bullenschwein“.

Am tiefsten schlägt die Band „Oitercreme“ ins Kontor. Wir zitieren aus „Sportfreaks“, einem Song, in dem die Flensburger ihre beachtlichen Körpermaße zu glorifizieren suchen:

„So viel Bewegung braucht
weder Punk noch Skin
… Sportfreaks, ihr seid so dumm,
ich bring euch um,
… gesundes Leben und
Bewegungsenergie
in Wahrheit wärt ihr gern wie wir.“


Ein Bußgeld ist für alle Bands fällig, denn der Austausch des phonetisch ähnlichen Euter „eu“ gegen das Streetpunk „oi“ ist nicht zulässig. Die Herkunft des Begriffs hat in der norddeutschen Landwirtschaft keine vertretbaren Wurzeln.

… es ist zum Mäusemelken.
Ihre Geschmackspolizei


Titel: Diverse
Urheber: Oiters, Die foichten Oiter, Oitercreme
Jahr: 2001–2012