Ist das noch Punkrock? „Punkrock hat man im Herzen“, stellt Broilers-Bassistin Ines Maybaum am Rande des chilli-Kurzinterviews mit Redakteur Felix Holm klar. „Die Broilers“ sind in den vergangenen Jahren so etwas wie der Senkrechtstarter der lauten deutschsprachigen Alternativmusik. Am 6. Dezember kommen die Düsseldorfer in die Freiburger Rothaus-Arena.

Ines Maybaum von den Broilers

 

chilli: Muss man als Broiler Angst haben, wenn man in die gefühlte deutsche Hauptstadt der Vegetarier kommt?
Maybaum: (lacht) Wenn man uns als Halbes Hähnchen sieht, brauchen wir da ja keine Angst zu haben, angeknabbert zu werden.

chilli: Was hat es mit dem Bandnamen auf sich?
Maybaum: Das stammt aus einer Zeit, als ich noch gar nicht in der Band war. Ich bin 1995 dazugekommen, gegründet wurde die Band 1994. Andi und Sammy hatten nach einem Namen gesucht, der „Oi“ im Namen trägt. Ein Freund aus Frankfurt an der Oder hat dann gemeint, nennt euch doch „Broilers“. Die beiden wussten zwar nicht, was das bedeutet, fanden den Namen aber gut.

chilli: Werdet ihr dadurch oft für eine ostdeutsche Band gehalten oder habt ihr im Osten deswegen besonders viele Fans?
Maybaum: Früher haben viele Leute tatsächlich gedacht, dass wir von da kommen. Mitte der 90er haben wir auch vermehrt dort gespielt, einfach weil die Subkultur mit Jugendzentren und kleineren Clubs dort viel verbreiteter war als hier. Dadurch haben wir schon eine große Verbindung zum Osten und besonders zu Leipzig aufgebaut. Unser Gitarrist Ron hat aber auch eine große Connection zu Freiburg. Hier hat er seine große Liebe kennengelernt und sie mit nach Düsseldorf genommen.

Foto: Robert Eikelpoth