Die Tücken des Daseins

Derber als „Scary Movie“ und „American Pie“ kann es nicht werden? Kann es womöglich doch. Grenzen kennt Hollywood nicht. Der neue Superlativ der geschmacklosen Komödie soll also auf Jahre hinaus „Movie 43“ heißen. Und es sprechen mindestens zehn Gründe dafür, dass diese Operation am offenen Nerv auch gelingt.


Kate Winslet, Hugh Jackman, Uma Thurman, Halle Berry, Gerard Butler, Naomi Watts, Richard Gere, Julianne Moore, Kieran Culkin, Josh Duhamel – das sind die zehn Gründe. Sie alle stehen auf der eindrucksvollen Besetzungsliste dieser Episodenkomödie, die unter die Gürtellinie zielt und dort auch bleibt.

Ob es um erste Dates oder Kindererziehung geht: Erste Eindrücke, die der Film aus den Trailern vermittelt, machen klar: Tabus gibt es hier keine. Über ein Dutzend Regisseure, die nicht als zimperlich gelten (wollten), trieben die Stars über den Jahrmarkt der Uneitelkeit. Politisch unkorrekt aufzutreten, war wohl Pflicht: Männer, Frauen, blinde Kinder, hier wird keiner geschont.

Die „Farrelly-Brüder“ sind für manchen eine ernsthafte Bedrohung der Kultur. Ihre Sperma-Attacke in „Verrückt nach Mary“ war 1998 nur der Anfang. Dann folgte viel Durchschnittsware, zum Schluss „Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln“. Das könnte auch das Motto für diese von Peter Farrelly initiierte Zusammenkunft sein.


Das Who Is Who wurde hier definitiv aufgeboten. Ob man mit all diesen Regisseuren und lauter Supermännern und -frauen dann unbedingt mit Pennälerhumor um sich werfen muss, bleibt dahingestellt und muss jeder Zuschauer selbst entscheiden. Der Presse jedenfalls wurden strenge Auflagen erteilt, sich nicht vor dem offiziellen Starttag in Kritiken zu dem Film zu äußern.

Text: Claudia Nitsche / Fotos: 2012 Constantin Film Verleih GmbH
Quelle: teleschau – der mediendienst


Filmbewertung: keine Wertung
Originaltitel: Movie 43
Genre: Komödie
Freigabealter: 16
Verleih: Constantin
Laufzeit: 93 Min.