Gewalt ist keine Lösung, aber Lebenselixier

Jason Statham hat in „Safe – Todsicher“ (2012) eine Rolle, wie man sie von ihm fast schon erwartet: Der „Transporter“-Star spielt einen abgehalfterten Ex-Cop, der sich seine Brötchen als Martial-Arts-Fighter verdient, dann aber mit der Mafia in Konflikt gerät. Genau zu dem Zeitpunkt, an dem Luke Wright (Statham) nicht tiefer sinken könnte, weckt ein chinesisches Waisenmädchen ungeahnte Beschützerinstinkte in ihm – und verursacht eines der am schonungslosesten inszenierten Blutbäder der jüngeren Gangsterfilmgeschichte. Regisseur Boaz Yakin drehte einen typischen Jason-Statham-Film, der wenig Neues bietet, das Altbekannte aber umso leidenschaftlicher präsentiert. Mehr als 200.000 Kinozuschauer sahen den Actionkracher in Deutschland, nun erscheint er auf DVD und Blu-ray Disc.

 

Die zwölfjährige Mei (Catherine Chan) wurde nach New York verschleppt, weil sie über ein beeindruckendes Zahlengedächtnis verfügt: Sie wurde gezwungen, sich einen vielstelligen Geheimcode zu merken, der das Schloss eines mysteriösen Safes öffnet. Das kluge Mädchen weiß aber, dass ihre Dienste nicht mehr gebraucht werden, sobald sie als lebender Datenspeicher die Zahlenreihe sicher überbracht hat. Also ergreift sie die Flucht – und läuft dabei Luke über den Weg. Der Ein-Mann-Kampfroboter hilft dem verzweifelten Mädchen: Ehe er sich versieht, ist nicht nur die New Yorker Gangster-Welt hinter ihnen her, sondern auch die Polizei.

Boaz Yakin inszenierte die sich zwangläufig ergebenden Gewaltorgien – darunter infernalische Schießereien in klaustrophobisch vollgerammelten, weil gut besuchten Restaurants und Bars – mit beeindruckender Lakonie. In seinen besten Momenten erinnert der Film dabei an harte Polizeifilme der 70er-Jahre, etwa „Dirty Harry“. In den weniger guten wirken die brutalen Exzesse einfach nur abstumpfend und ermüdend.

 

Jeder Schlag, jeder Schuss, jeder Kampf fordert die Surroundanlage ordentlich heraus: Der bombastische Ton von DVD und Blu-ray Disc sorgt mit gut arrangierten Raumeffekten und immer wieder dumpf einsetzendem Bass für eine passende Klangkulisse. Die knackig scharfe, recht harte Optik der BD wird von satten Schwarzwerten, starkem Kontrast und blassen Farben bestimmt. Das Bild der DVD wird von leichtem Rauschen und unsauberen Kanten begleitet. Im Bonusteil beider Scheiben gibt es mit einem Audiokommentar von Regisseur Boaz Yakin, einem kurzen Making Of und zwei recht interessanten Featurettes kurzweilige Extras.

Text: Ludwig Kramer / Fotos: Concorde
Quelle: teleschau – der mediendienst


Filmbewertung: überzeugend
Freigabealter: 18
Studio: Concorde
Laufzeit: 91 Min.
Im Handel, ca. 13 Euro