Drei Brüder, ein Unterarm

Im tiefsten Bayern Mitte der 80er-Jahre müssen sich drei Bauernbrüder wieder raufen: Öko-Aktivist Lukas (Florian Brückner), der schnöselige Hansi (Maximilian Brückner) und der pummelige, verschlossene Paul (Mathias Kellner) vereint eine wahnwitzige Rettungsaktion, bei der es darum geht, einen Schwerverletzten (Jürgen Tonkel) und seinen in der Metzgerei-Kreissäge abgetrennten Unterarm wieder zu vereinen. – Die bayrische Komödie „Was weg is, is weg“ (2012), die jetzt auf DVD erscheint, entfaltet einen liebenswerten Charme, wenn auch das Makabere oftmals überzubrodeln droht.


Regisseur und Drehbuchautor Christian Lerch, der bereits das Drehbuch zu „Wer früher stirbt, ist länger tot“ schrieb, gelingt es, über weite Strecken die Fäden parallel geführter Erzählstränge stringent zusammenzuführen. Leider zünden nicht alle Pointen. Und wie bei vielen Debüts wurde zu viel gleichzeitig gewagt: Die vielen temperamentvollen Dialoge stehen konzentrierter Komik gelegentlich im Weg.

Der dynamische DD-5.1-Mix der DVD baut eine harmonische Tonkulisse auf und setzt die hinteren Boxen zwar nicht oft, aber insgesamt gut ein. Die sehr grobe, unsaubere Optik wird durch überstrahlende Weißflächen und einen harten Kontrast geprägt. Satte Farben verstärken den etwas zu knalligen Eindruck des Bildes. Im soliden Bonusteil der Scheibe gibt es interessante Interviews mit Darstellern und dem Regisseur, ein ausführliches Making Of, uninteressante verpatzte Szenen sowie eine Fotogalerie.

Auch auf Blu-ray Disc erhältlich.

Autor: Ludwig Kramer / Fotos: Senator
Quelle: teleschau – der mediendienst


Filmbewertung: überzeugend
Freigabealter: 12
Studio: Senator
Laufzeit: 84 Min.
Ab 19.10. im Handel, ca. 15 Euro