Actiongrüße aus Moskau

Es war ja schon bei „Indiana Jones“ so. Wenn Hollywood die Zukunft einer erfolgreichen Kinomarke sicherstellen will, die Actionhelden von einst aber langsam unbeweglicher werden, soll es fortan der Sohnemann richten. Bei Indy gelang das eher überschaubar gut. Nun also ist John McClane (Bruce Willis) gar zweifacher Vater. Und während das Töchterchen (Mary Elizabeth Winstead) daheim in den USA wartet, macht sich John auf den Weg nach Moskau. Dort arbeitet sein Sohn Jack (Jai Courtney) seit Jahren als Agent und ist offensichtlich in Schwierigkeiten geraten. „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ heißt der fünfte Teil der Reihe, der nun in die Kinos kommt.


Alan Rickman und Jeremy Irons kommen einem sofort in den Sinn. Geradezu legendäre Schurken waren das in den Filmen eins (1988) und drei (1995), beide übrigens als Terroristen mit deutschem Hintergrund. Nun darf tatsächlich ein deutscher Schauspieler in einer ganz wesentlichen Rolle ran: Regisseur John Moore hatte Sebastian Koch in Filmen wie „Das Leben der anderen“ und „Blackbook“ gesehen und ihm das Drehbuch geschickt. Koch, der bis dahin noch keinen einzigen „Die Hard“-Film kannte, sagte zu: „Das ist ein Angebot, das man nicht ablehnen sollte. Aber wenn mir die Rolle gegen den Strich gegangen wäre, hätte ich trotzdem verzichtet.“

In „Die Hard 5“ spielt er nun den Russen Komarov, der zu Zeiten des eisernen Vorhangs offensichtlich den Plan hatte, Plutonium aus Tschernobyl zu stehlen. Nun sitzt Komarov seit Jahren in Haft. Bei einem Prozess will er als Kronzeuge gegen seinen früheren Partner Chagarin aussagen. Doch dann detoniert eine Autobombe vor dem Gerichtssaal. Komarov ist zurück in der Freiheit. An seiner Seite: CIA-Agent Jack McClane.


Gemeinsam sind sie auf der Flucht vor der russischen Unterwelt und erhalten bald schon Unterstützung von Papa McClane, der nach Moskau geflogen ist, um seinem Sohn beizustehen. Beide hatten sich in den Jahren zuvor einander entfremdet, sodass Jack zunächst wenig Wert auf die Unterstützung seines Vaters legt. „Eigentlich will er gar nichts ihm zu tun haben“, erklärt Jai Courtney. „Er will zeigen, dass er die Sache alleine regeln kann.“

Skip Woods and Jason Keller verfassten das Drehbuch zu dem Actionfilm, der über vier Monate hinweg vor allem in Budapest gedreht wurde, aber eben in Russland spielt. Ziel sei es gewesen, die bekannte Figur McClane in eine ihm unbekannte Umgebung zu versetzen, in der er nicht einmal die Sprache der Einheimischen spricht. Rund 100 Millionen Dollar kostete der Film, der, so machen erste Trailer deutlich, auf konventionell gefilmte, aber spektakuläre Action setzt.

Die Presse bekam „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ im Vorfeld zwar zu sehen, wurde jedoch seitens des Verleihs mit einem Embargo belegt, sich bis zum Tage des Filmstarts nicht wertend zu äußern.

Text: Kai-Oliver Derks / Fotos: 2013 Twentieth Century Fox
Quelle: teleschau – der mediendienst


Filmbewertung: keine Wertung
Originaltitel: A Good Day To Die Hard
Genre: Action
Freigabealter: 16
Verleih: Fox
Laufzeit: 97 Min.