Abseits des Klischees

Puppen, Stecknadeln, dunkle Hinterzimmer und geheimisvolle Priester – das sind im Allgemeinen die ersten Assoziationen, die der Begriff „Voodoo“ auslöst. Die Welt hinter dem Klischee ist jedoch eine ganz andere, wie der Dokumentarfilm „The United States of Hoodoo“ von Oliver Hardt zeigen will. Zusammen mit dem Autor Darius James, der in New York geboren wurde und einige Jahre in Berlin lebte, begibt er sich auf die Spuren dieser uralten afrikanischen Religion.

Der Autor Darius James begibt sich in den USA auf eine Entdeckungsreise in die Voodoo-Kultur.


James, der selbst afrikanische Wurzeln hat, startet seine religiöse Entdeckungstour in New York und muss feststellen, dass selbst in elektronischer Musik haitianische Voodoo-Rhythmen Platz finden – zumindest, wenn die DJane Val Jeanty heißt. Seine Reise führt ihn weiter in den Süden der USA, genauer nach New Orleans, wo er die wohl bekannteste Voodoo-Priesterin der Vereinigten Staaten trifft: Sallie Ann Glassman, eine quirlige Blondine mit jüdischen Wurzeln. Schritt für Schritt arbeitet sich James in ein Universum vor, das dem christlichen so fremd wie kein anderes scheint. Doch es bestehen mehr Gemeinsamkeiten, als manch einer vielleicht wahrhaben will.

Text: Christina Freko / Fotos: Stoked Film Produktion
Quelle: teleschau – der mediendienst


Originaltitel: The United States of Hoodoo
Genre: Dokumentarfilm
Freigabealter: 0
Verleih: Real Fiction
Laufzeit: 104 Min.