Zwei am Persischen Golf gelegene und nicht für demokratiefreundliche Regimes bekannte Länder wollen mit einem deutschen Kriegswaffenhersteller ins Geschäft kommen: Saudi-Arabien möchte gerne 800 Leopard-2 Panzer aus der Produktion des Münchner Krauss-Maffei-Wegmann-Konzerns (IKMW) kaufen, das benachbarte Katar 200 – mit Genehmigung der Bundesregierung. KMW würde der Deal Gewinne in Milliardenhöhe bringen, den Menschen, die es wagen sollten, sich gegen die diktatorischen Machthaber zu erheben, den Tod.

Dazu – und zu allen anderen Kriegswaffenexporten – soll es nach Überzeugung des Freiburger Rüstungsgegners Jürgen Grässlin nicht kommen. Seit Jahrzehnten sammelt er unbeirrbar Fakten, beleuchtet Hintergründe, deckt Verstrickungen auf – und hat dafür mehrere Friedenspreise erhalten. Das Ergebnis seiner Recherchen ist vor wenigen Tagen erschienen: Das „Schwarzbuch Waffenhandel“ enthält eine solche Fülle an Informationen, dass man es zuweilen weglegen möchte.

Das Buch liest sich wie ein Polit-Thriller – es fehlt allein die erfundene Handlung. Auch die Ähnlichkeit der handelnden Personen mit aktuellen und früheren Bundeskanzlern, Außen- und Verteidigungsministern oder Konzernmanagern ist keineswegs rein zufällig. Ein fundiertes, ein haarstäubendes Handbuch.

Wir verlosen 3x das Buch. Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Schwarzbuch Waffenhandel“ an gewinnspiel@chilli-online.de.
Waffenhandel

Text: Erika Weisser

Jürgen Grässlin
Schwarzbuch Waffenhandel –
Wie Deutschland am Krieg verdient
624 Seiten, Broschur
Heyne-Verlag, 2013
14,99 Euro