Endlich Indie-Pop Sommer

Vampire Weekend, die Band, die ihren eigenen Sound treffend und zugleich mysteriös nach einem eigenen Song mit „Oxford Comma Riddim“ beschreibt, hat im Mai mit „Modern Vampires of the City“ ihr drittes Album veröffentlicht. Und egal, wie viel es regnet, sie haben den Sommer mitgebracht.

Cover: Modern Vampires in the City
Die CD lädt neben tanzbaren Stücken häufig zum Verweilen und Genießen ein – Feel-good-Songs im besten Sinne. Die häufig bearbeiteten Gesangparts haben dabei einen erheblichen Einfluss auf das von der Platte transportierte positive Grundgefühl. Den jungen Briten gelingt die Kunst, dass sich dem Hörer die Songs schnell erschließen, ohne dass Langeweile aufkommt. Denn trotz eingängiger Rhythmen und Melodien sind die Tracks überaus abwechslungsreich. Vor allem aber lebt das Album vom wieder einmal speziellen Sound der Stücke. Das liegt neben der vielfältigen Stimme vor allem am hervorragend eingesetzten Schlagzeug. Aber auch Streicher und Klavier prägen den besonderen Klang.

„Modern Vampires of the City“ schafft es aus dem Schatten seiner beeindruckenden Vorgängeralben hervorzutreten. Die Songs sind inzwischen unaufgeregter, aber immer noch kurzweilig. „Vampire Weekend“ gelingt der beeindruckende Spagat, sich neu zu erfinden und gleichzeitig dem eigenen Stil treu zu bleiben.

Text: Frederik Skorzinski

Vampire Weekend
Modern Vampires in the City
Xl/Beggars Group