Jack Strify hat noch nie irgendwo wirklich reingepasst. Für den Berliner Künstler und Sänger gibt es deswegen auch keinen Grund, sich mit seiner Musik anzupassen. Nach der Trennung von der Gitarrenrock- und Elektroband Cinema Bizarre, bei der er Leadsänger war, vermischt er als Solo-Künstler verschiedene Genres: Rock, Pop, Elektro und Synthwave.

 

Anpassen? Nein, danke.

 

Es klingt ein bisschen nach Science-Fiction-Musik. Und die hat ihn auch inspiriert. Passend dazu findet sich auf Illusion (bereits als Download und ab 24. April im Handel) der Titel „The Matrix“. In dieser würde sich Strify übrigens sehr wohlfühlen: Er steht dazu, sich in Illusionen zu verlieben und lieber an diese zu glauben, statt gar nichts zu haben. Aber er ist sicher nicht der Einzige, der sich wie im Matrix-Film für die blaue Pille entscheiden würde, um in der Scheinwelt weiterzuleben.

 

Und so schwebt Jack Strify durch seine Illusionen, die immer anders klingen, eben weil Strify so eine ungewöhnliche Mischung schafft. Zeitgemäß ist es nicht unbedingt, es könnte genauso gut in einer 70er-Jahre-Disco für wild herumhüpfende Hippies in schmal geschnittenen Hosen mit schrillen Kleidern und Frisuren laufen. Jack Strify hebt sich vom Mainstream ab, ist aber trotzdem charttauglich: Die erste Auskopplung „Electric“ hielt sich wochenlang in den deutschen Charts.

 

Text: Sophie Radix