Früchte des Geistes

Was passiert, wenn man diverse Künstler zusammensteckt, ihnen drei Tage Zeit gibt und keine Vorgaben macht? Genau! Es ergibt einen bunten Cocktail an kreativen Ideen. Das ist, was Paleo aka David Strackany getan hat. Und passender Weise hat Paleo dieses Werk Fruit Of The Spirit getauft. Herausgekommen ist ein äußerst interessantes Album.

Viele abrupte Wechsel und Stimmungen sorgen dafür, dass man auch beim zehnten Hören noch Neues entdeckt. David Strackany ist kein Neuling. „Fruit Of The Spirit“ ist bereits sein drittes Werk, allerdings das erste in Europa. Die beiden anderen Alben (Misery; Missouri und A View Of The Sky) waren in den USA viel beachtete Werke. Bekannt wurde er aber vor allem durch seine verrückte Idee, 365 Songs in einem Jahr zu schreiben. Das brachte ihm unter anderem den Spitznamen „Poet Laureat“ ein. Das Ergebnis dieses Abenteuers nannte er „The Song Diary“. Aber auch seine Zusammenarbeit mit Okkervil River am Soundtrack zu „In Search Of A Midnight Kiss“ förderte seine Bekanntheit in den USA.

„Fruit Of The Spirit“ ist ein liebenswertes Album voller intimer Musik und subtiler Melodien, die das Gehör entern und dort darauf warten, von der nächsten Melodie abgelöst zu werden. Dabei ist jeder Song ein Kunstwerk für sich. Zum Teil total verrückt und abgedreht, aber stets interessant.

Text: Marc Bargmann


Paleo
Fruit of the Spirit
Devilduck Records