Immer noch einzigartig

Vier Jahre ist es schon wieder her, dass Alice in Chains mit Neufrontmann William Du Vall, er sprang für den verstorbenen Layne Staley ein, mit „Black Gives Way To Blue“ aus der Versenkung auftauchten. Seinerzeit mit einem erstaunlich guten Album, dessen einziger Schwachpunkt war, dass Du Vall in jeder Phase versuchte, wie Staley zu klingen. Aber so ist es nun auch wieder auf dem im Mai erschienenen „The Devil Put Dinosaurs Here“. Und: Nach vier Jahren erwartet man als Fan ein Album, das das Vorgängeralbum erblassen lässt. Das ist hier nicht der Fall.

Cover: „The Devils Put Dinosaurs Here“
„The Devil Put Dinosaurs Here“ ist nicht so eindrücklich wie „Black Gives Way To Blue“, aber dennoch ein sehr starkes Album mit einer vorsichtig angedeuteten Weiterentwicklung. Alice in Chains sind auf dem aktuellen Album weniger depressiv, mehr melancholisch, reifer im Songwriting, fortgeschrittener und dennoch unverwechselbar Alice In Chains. Schon mit dem Opener und der ersten Single „Hollow“ bekommt Fan, was Fan will: stampfende, harte Gitarrenriffs von AIC-Mastermind Jerry Cantrell und den typischen zweistimmigen Gesang, der die Band seit jeher einzigartig macht.

Die zweite Single „Stone“ ist von der Gitarre her sogar noch etwas „angriffslustiger“. Fazit: Tolle Band und ein tolles Album mit geringen Abstrichen, aber absolut hörenswert auch für Nichtfans.

Text: Marc Bargmann

Alice in Chains
The Devils Put Dinosaurs Here
Universal