Wie man aus Stroh Gold macht, zeigt die Ausstellung im Museum der Kulturen nicht. Dafür zeigt sie aber, wie aus afrikanischen Waxprintstoffen ein Dirndl wird, aus PET-Flaschen ein Goldcollier oder aus venezianischen Perlen ein Tausch- und Zahlungsmittel.

 

Alltagsgegenstände, Techniken, Materialien und künstlerische Ausdrucksformen verbreiten sich global und werden immer wieder lokal aufgenommen. Die Ausstellung „StrohGold“ erzählt Verflechtungsgeschichten und regt dazu an, vermeintlich voneinander unabhängige Dinge zueinander in Bezug zu setzen.

 

Dirndl aus afrikanischen Stoffen. Bild: MKB

Dirndl aus afrikanischen Stoffen. Bild: MKB

 

Spezielle Themenführungen laden dazu ein, sich darüber hinaus Gedanken über lokale Aneignungen zu machen. So führt Stephanie Lovász am 26. Oktober und 28. Dezember durchs Museum und geht der Frage nach, wer das Paisley-Muster erfunden hat: Die Textilunternehmen im schottischen Paisley? Die Designer von Nike, Gucci oder Etro? Oder doch eher persische oder indische Weber?

 

Am 7. Dezember stehen dann Kinder ab sechs Jahren im Mittelpunkt, die im offenen Atelier Weihnachtsgeschenke aus Papier basteln dürfen.

 

Museum der Kulturen, Basel

StrohGold – kulturelle Transformationen sichtbar gemacht

ab 25. Oktober 2014

 

Info: www.mkb.ch