Schon 16 Jahre haben „Koroded“ in den Knochen und gehören damit zu den Metalcore Urgesteinen – auch wenn sie sich 2007 trennten. Denn Ende 2010 kam es zur Reunion und am 27. September erscheint nun ihr neuntes Album. „Dantalion“ heißt es und enthält zehn lupenreine Metalcore-Songs die verdammt tight und überzeugend sind.

 

Das Intro Dantalion zeigt einem gleich, wo es langgeht. Hammerharte Stakkato-Riffs bereiten den Zuhörer auf Kill Buddha vor. Der beste Song des Albums erinnert sehr an „Deftones“, ohne dass der Song ein Plagiat wäre. Jan Röder erhebt hier zum ersten Mal auf dem Album seine Stimme, die sowohl grollend als auch im Klargesang stets überzeugend wirkt. Der Refrain hat das Zeug zum mitgrölen und es wird nicht lange dauern, bis die Discogänger auf der Tanzfläche „After All…“ mitschreien.

 

Nachdem sich Koroded durch sechs weitere Tracks in wechselnden Geschwindigkeiten geprügelt haben, kommt mit Wake Me Up (And Tell Me That I´m Dead) ein weiteres Highlight. Die im Rhythmus verschobene Gitarrenmelodie und einmal mehr die Vielseitigkeit im Gesang machen das Stück sehr kurzweilig. Der letzte Song Leng Tch´e ist mit über siebeneinhalb Minuten der längste – und danach lassen Koroded das Album „sterben“. Wie in einem Blockbuster, in dem der Held nicht überlebt hat, ertönen am Ende atmosphärische Pianoklänge.

 

Cover Koroded_500

 

 

 

Koroded

„Dantalion“

Noizgate

 

Text: Marc Bargmann