Eine Möglichkeit gesucht, für längere Zeit ins Ausland zu gehen und das kostenlos? Oder einfach nur die Welt einmal anders betrachten? Dann ist ein europäischer Freiwilligendienst (EFD) genau das Richtige.

Projektarbeit im Ausland: In jedem Fall eine sinnvolle, lehrreiche und persönlich bereichernde Erfahrung.

 

Beim EFD arbeitet und lebt man in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland. Man lernt ein fremdes Land, eine andere Kultur, neue Leute kennen. Außerdem kann man hier seine Sprachenkenntnisse verbessern. Der EFD bietet jungen Menschen eine persönliche sowie berufliche Orientierung und dient dem Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten.

 

Voraussetzungen
Alle jungen Leute zwischen 17 und 30 Jahren können sich für dieses Programm bewerben. Die Teilnahme hängt nicht von Zeugnisnoten oder sonstigen Leistungen ab. Auch Kenntnisse der Landessprache werden nicht vorausgesetzt.

Projektarbeit im Ausland: In jedem Fall eine sinnvolle, lehrreiche und persönlich bereichernde Erfahrung.

 

Was bietet der EFD?
Mit dem Europäischen Freiwilligendienst können junge Menschen fast kostenlos ins Ausland gehen. Das Ganze wird über das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gefördert. Ein EFD gilt in ganz Europa und dauert zwischen zwei Monaten und einem Jahr. Manchmal sind auch kürzere Projekte möglich. Es gibt die Möglichkeit, in einem Kinderheim zu arbeiten, in einem Nationalpark, in einem Flüchtlingsprojekt, in einer Zirkusschule, oder, oder, oder … Alle EFD-Projekte sind zu sozialen, ökologischen und kulturellen Themen möglich. Die Reisekosten in die Fremde und zurück werden entfernungsabhängig bezuschusst. Es gibt Taschengeld, freie Unterkunft und Verpflegung, und die Mobilität vor Ort wird ebenfalls sichergestellt. Manchmal geschieht das durch ein Nahverkehr-Ticket, manchmal durch ein Fahrrad. Außerdem erhalten die Teilnehmenden einen Sprachkurs und werden rundum versichert. Die EFDler werden auf ihren Dienst vorbereitet und auch während des Auslandsaufenthaltes betreut. In der Einsatzzeit im Ausland erhalten die Eltern weiterhin das Kindergeld. Am Ende wird die Projektarbeit mit dem Youthpass belohnt – einem Zertifikat, welches bescheinigt, wo man war und was man gelernt hat.

Projektarbeit im Ausland: In jedem Fall eine sinnvolle, lehrreiche und persönlich bereichernde Erfahrung.

 

Wer steht hinter dem EFD?
Der EFD wird gefördert über das EU-Programm Erasmus+. Dies ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das sich an alle jungen Menschen richtet. Neben dem EFD gibt es noch mehr Möglichkeiten, was man mit dem Programm in Europa machen kann: Jugendinitiativen oder Jugendbegegnungen zum Beispiel.
www.jugend-in-aktion.de.

 

Internationale Freiwilligendienstprogramme Weltwärts
Das Freiwilligenprogramm „weltwärts“ ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst. Die Freiwilligen arbeiten in entwicklungspolitisch relevanten Einsatzbereichen in Ländern Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Osteuropas. Das Programm wird von ca. 200 verschiedenen Entsendeorganisationen umgesetzt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert.
www.weltwaerts.de

Projektarbeit im Ausland: In jedem Fall eine sinnvolle, lehrreiche und persönlich bereichernde Erfahrung.

 

IJFD
IJFD steht für Internationaler Jugendfreiwilligendienst. Ein Freiwilligendienst im Rahmen des IJFD ist in vielen verschiedenen Arbeitsbereichen und weltweit möglich. Schwerpunkt ist die Entsendung in Länder Europas und Nordamerikas. Zurzeit bieten zirka 80 Organisationen Freiwilligenplätze im IJFD an. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziell gefördert.

www.bmfsfj.de

 

FSJ & FÖJ im Ausland
Ein Freiwilliges Soziales oder Freiwilliges Ökologisches Jahr im Ausland ist prinzipiell in allen Ländern möglich. Aufgrund der vergleichsweise geringen staatlichen Förderung und der Sozialversicherungspflicht der Freiwilligen werden bundesweit nur wenig Plätze im FSJ/FÖJ im Ausland angeboten. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

www.foej.de / www.bmfsfj.de

 

Text: chilli & Fotos: © Picture Alliance / © BMFSFJ/Bertram_Hoekstra / © chilli