Mit „Nightingale Floors“ veröffentlichen „Rogue Wave“ ihr fünftes Album und es ist nach dem 2010er „Permalight“-Ausflug in die Synthesizer-Pop-Ecke eine Rückbesinnung zu ihren Wurzeln.

 

Eingeführt in die neue Scheibe wird der Zuhörer mit „No Magnatone“, das hauptsächlich aus einer gezupften Gitarre besteht, aber sehr atmosphärisch daherkommt. Mit „College“ folgt vermutlich schon das Highlight des Albums. Ein astreiner Indierock-Song, der an die großartigen „Nada Surf“ erinnert. Das soll jetzt nicht heißen, dass der Rest des Albums langweilig ist. Im Gegenteil: Das Album hat zehn sehr starke Tracks zu bieten, in der Deluxe-Version sind es sogar 13. Zac Schwartz´ Stimme führt mal melancholisch, mal positiv, aber stets eindrucksvoll durchs Album. Sein Mitstreiter Pat Spurgeon (Drums) sorgt ebenso dezent wie effektiv für die richtige rhythmische Untermalung.

 

Auch wenn „Rogue Wave“ der große Durchbruch bisher verweigert geblieben ist, melden sie hier erneut berechtigte Ansprüche an, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Die Band war in der Vergangenheit nicht gerade von optimalen Bedingungen umgeben: So wurde „Nightingale Floors“ auf Vagrant veröffentlicht, also schon dem dritten Label. Auch von privaten Schicksalsschlägen wurde „Rogue Wave“ nicht verschont. So musste sich Drummer Spurgeon einer Nierentransplantation unterziehen, zusätzlich ist im vergangenen Jahr auch noch Zac Schwartz´ Vater verstorben, dem Zac übrigens das hoch gefühlvolle „Every One Wants To Be You“ widmete.

 

roguewave

 

 

Rogue Wave

„Nightingale Floors“

Vagrant

 

Text: Marc Bargmann

 

 

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