Mit „Comeocean“ haben „Two Bears North“ ihr Debütalbum vorgelegt. Die kanadische Presse lobt die Band um die beiden Gründerinnen Sophie Heppell und Melissa Walker eindrucksvoll. Bei den Edmonton Music Awards 2014 gewann sie den Publikumspreis und war insgesamt fünf Mal nominiert. Gigcity.ca bezeichnete den Erstling als bestes Album in Edmonton in 2014. Das muss ja irre gut sein, denkt man – und wird nicht enttäuscht.

 

Es sind wirklich gute Songs auf dem Album, größtenteils nur spärlich instrumentiert, was die Kompositionen sehr luftig macht. Die beiden Frauen haben hier einen eigenen Sound geschaffen. „I don´t think we even had any idea what we wanted the songs to sound like“, sagt Heppell: Hier aber liegt auch der Schwachpunkt der Produktion. Das Album klingt nicht schlecht, aber irgendwie selbst produziert: Es ist eben manchmal schon schade, dass die wirklich guten Gesangsmelodien in der lauten Snare etwas untergehen.

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Sieben Jahre haben Heppell und Walker an vielen Songs in vielen verschiedenen Phasen gearbeitet, um diese zehn Songs aufzunehmen. Man hört ihnen und ihrem Schlagzeuger Nich Davis den Spaß am Spielen und Komponieren deutlich an. Viele Ideen werden verarbeitet, viele Instrumente eingesetzt. „Comeocean“ ist in musikalischer Hinsicht absolut gelungen. Man darf auf das zweite Album gespannt sein – und den Reifeprozess beim Produzieren.

 

Text: Marc Bargmann

 

Two Bears North
Comeocean
Devilduck Records