Gott wie herrlich: Die erste Live-CD von „The Voice“ Oli Meier (Skydive Naked) und der Freiburger Rockgruppe „The Brothers“ versammelt Ausschnitte von vier Konzerten in Freiburg, Neuenburg und Lahr. Auf der selbst produzieren Scheibe (mit tatkräftiger Unterstützung von Wolfgang Belser) geht es wild durch die Rockgeschichte: von Uriah Heep (Bird of Prey) über Jethro Tull, Queen, David Bowie (Space Oddity), Foreigner (na klar: Juke Box Hero), Deep Purple (ja, child in time) bis zu Manfred Mann, Aerosmith, Boston, Kansas und natürlich auch den Beatles. Ein knappes Dutzend Ohrwürmer, kongenial interpretiert, gut gemischt, live – einfach more than a feeling.

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Meier kann mit seiner Stimme so weit nach oben klettern, bis andere Höhenangst bekommen. Auch wenn Ian Gillan einfach nur sehr schwer zu toppen ist. Die Brothers (Coco: Gitarre, Keyboards & Vocals; Tilo: Drums & Vocals; Lorenz: Gitarre, Vocals und Thomas Klauer am Bass) tragen mit dem dichten Klangteppich – und ihren Backgroundstimmen – ihr schönes Scherflein zu einem sehr lässigen Projekt bei, das bei einem Auftritt auf dem Freiburger Zeltmusikfestival geboren wurde.

 

Also Scheibe rein, Lautstärkeregler nach rechts und dann bei „Ground control to Mayor Tom“ einfach in den Raum gleiten. Wenn später die Nachbarn bei Juke Box Hero (in einer siebenminütigen Version) an der Tür hämmern: hämmern lassen.

 

Text: Lars Bargmann

 

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