Bleibt im Kopf

Über Pearl Jam muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Spätestens seit ihrem Debüt „Ten“ lieben die Fans die Amerikaner für ihre Qualität und „Credibilität“. „Lightning Bolt“ ist bereits das zehnte in der 22-jährigen Bandgeschichte. Was erwartet den Zuhörer? Eine Weiterführung des Vorgängers „Backspacer“? Irgendwie schon. Allerdings erschließt es sich nicht gleich. „Lightning Bolt“ ist breiter gefasst und dabei ein weiterer Beleg für die musikalische Qualität und konstante Entwicklung dieser Band, wenn das überhaupt noch geht.

Cover_Pearl-Jam_500

 

Die bärenstarke Singleauskopplung „Mind Your Manners“ ist nicht der einzige Kracher. Genannt seien hier nur das herausragende „Sirens“, „Infallible“ oder „Pendulum“. „Lightning Bolt“ ist ein Album, das mehrmals gehört werden muss, um vollends im Kopf zu bleiben – aber das ist es wert. In nur zwei zehntägigen Etappen wurde das Album eingespielt und dann von Brendan O‘Brien gemischt, dessen Referenzen sich wie das Who is Who der Rockmusik lesen.

 

Die Songs waren da zwar schon einige Monate alt. Aber man ging nach dem Komponieren erst einmal ein paar Monate lang seiner eigenen Wege und kümmerte sich um andere Angelegenheiten. Inzwischen sind sie wieder auf Tour. Zurzeit zwar nur in Nordamerika, aber bestimmt kommen sie 2014 nach Deutschland, und das sollte man sich nicht entgehen lassen.

 

Text: Marc Bargmann

 

 

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