Warm, weich, männlich

Gleich der A-Capella-Start der Scheibe „Looking For The Light“ nimmt gefangen. Da ist dieser Wohlfühlklang, dieser weiche und doch männliche Sound, der einen abtauchen lässt in die Welt des Klangs. Ein Klang, der ausschließlich von Akustik-Instrumenten herrührt, herrlich komplex und doch eingängig ist und es schafft, über die gesamten elf Stücke auf dem Album immer wieder aufhorchen zu lassen. Neben der tragenden Stimme von Sänger Shélhôm (der Franzose hört im echten Leben auf den Namen Jérome) spielen natürlich Gitarre und Drums aber auch Geige, Klavier und Didgeridoo die Nebenrollen.

Cover_The-Wooden-Stones

 

Die Musik des multinationalen Quartetts, das in Leipzig seine Heimat gefunden hat, erinnert an erfolgreiche Singer-Songwriter-Prototypen wie Ben Harper und Nick Drake oder auch stark an die Solo-Projekte von Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder. Aber auch Soul- und World-Music-Elemente kommen neben den sanften Akustik-Rock-Tönen zum Tragen.

„Looking For The Light“ ist eine dieser Scheiben, die man in den Player legt und bei denen man sich nicht traut, sie zu unterbrechen; zu wohlgefeilt sind die Lieder, zu spannend die kleinen musikalischen und sprachlichen Experimente, die im Lauf des völlig harmonisch-klingenden Albums den Hörer erwarten. Musik für die Seele, die es ab Anfang März zu kaufen gibt und die 2014 mehr als ein Geheimtipp werden könnte.

Text: Felix Holm

The Wooden Stones
Looking For The Light
Proton Studio Leipzig