Ein Wahrzeichen ist verschwunden. Zugegeben, das Freiburger Münster ist hübscher und etwas älter als das wuchtige Bauwerk aus den 80er Jahren. Doch der graue Betonklotz in Merzhausen am Eingang zum Hexental hatte auch etwas. Jahrzehnte war er Stammsitz vom Autohaus Sütterlin, nun ist er weg. Eigentlich sollte das Gebäude am Reichenbach entkernt und mit todschicken Lofts samt Aufzug für das Auto bestückt werden. Doch der Plan wurde geändert. „Wir haben statisch jetzt eine bessere Lösung, und die Sanierung wäre genauso teuer gekommen wie nun der komplette Neubau“, sagt Michael Rascher. Der Geschäftsführer der Dürrschnabel Immobilien GmbH ist für den Vertrieb des Projekts zuständig. Und ein Neubau sei schließlich mehr wert als ein aufgehübschter Altbau.

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Derzeit grüßt die Vorbeifahrer eine Baugrube, der Betonklotz wurde im Winter abgerissen. An der Idee mit den Lofts aber hat die BBKS Projektentwicklungsgesellschaft, in der sich die Geschäftsführer der Planwerk Freiburg GmbH und der Dürrschnabel Industriebau GmbH zusammengetan haben, festgehalten. „Die Decken sind in jeder Etage mindestens drei Meter hoch“, sagt Rascher. Im Erdgeschoss entstehen zwei Gewerbeeinheiten mit insgesamt knapp 500 Quadratmetern Nutzfläche, hier gebe es bereits Interessenten.

In den ersten Stock kommen eine Arztpraxis, eine kleine Büroeinheit und eine Wohnung. In der zweiten Etage gibt es fünf Wohnungen (von 55 bis 120 Quadratmeter) und im dritten Stock entstehen zwei raumgreifende, 165 Quadratmeter große Attika-Wohnungen – erhabene Blicke auf Schönberg und Lorettoberg garantiert. Alle Wohnungen haben Balkone oder Loggien, zumeist in die Abendsonne nach Westen ausgerichtet.

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Rascher ist um weitere Argumente fürs Wohnen am Reichenbach nicht verlegen: Die Straßenbahnhaltestelle ist gleich um die Ecke, die Ausstattung der Lofts sei hochwertig. Im Bad gibt es Duravit und Hansgrohe, in den Zimmern Parkett und eine Fußbodenheizung, im Keller ein Blockheizkraftwerk mit Gas-Brennwert-Kombination. Und natürlich eine Tiefgarage. Und das alles zu einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von unter 3500 Euro: „Wir sind bei Preis und Leistung ziemlich gut aufgestellt.“ Für Freiburger Verhältnisse ist das tatsächlich alles andere als unerschwinglich. Mit dem Bau beginnt die BBKS in diesen Tagen, die Schlüsselübergabe für die insgesamt acht Lofts ist für den Frühling 2014 geplant.

Die BBKS hat in Merzhausen schon mit den drei Lichthäusern am Reichenbach attraktive Gebäude hergestellt. Hier sind alle Wohnungen bereits verkauft. Gegenüber der Dorfmitte hat die BBKS zudem bereits mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses „Leben im Eckartshof“ begonnen. Und auch hier sind bereits acht der zehn Wohnungen reserviert.

Text: Dominik Bloedner / Visualisierungen: BBKS