In unserer Juni-Ausgabe hatten wir als erstes Freiburger Medium den neuen Sportwagen von Jaguar, den F-Type getestet. Am kommenden Samstag, 13. Juli, haben wir nun für unsere Community fünf Tickets für ein freies Training auf dem Black Forest Airport in Lahr. Sechs F-Types in allen verfügbaren Motorisierungen stehen bereit, professionelle Trainer sind auch vor Ort. Der Startschuss fällt um 13 Uhr. Die ersten fünf chilli-online-User, die eine Mail an redaktion@chilli-freiburg.de mit dem Stichwort “F-Type, wie geil ist das denn?” schreiben, können den neuen Sportwagen auf der Landebahn in Lahr selber testen. Unsere Geschichte zum neuen Boliden

 

Da steht er, der neue F-Type von Jaguar. Auf dem Hof des Autohauses Kollinger wird der Nachfolger des legendären E-Type vom Publikum umringt. „Mach mal an“, sagt einer. Ein anderer steht schon versonnen am Heck und will sich den Sound offenbar aus erstem Ohr anhören. Das von einem Kompressor zwangsbeatmete 340 PS starke V6-Aggregat startet, aus dem Armaturenbrett fährt eine Lüftungseinheit, das Verdeck des Roadsters verschwindet nach ein paar Sekunden im Heck. Nur einen Tag nach der Zulassung hat das chilli die erste journalistische Testfahrt in Freiburg. Es geht aufs Wiedener Eck – es geht zügig aufs Wiedener Eck.

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Für die Raubkatze ist es der erste Ausflug in die freie Wildbahn. Die Menschen am Wegesrand im Münstertal bleiben stehen und drehen ihre Köpfe um, ein besonders unauffälliges Auto ist den Designern mit dem F-Type nicht gelungen. Der für manche vielleicht wichtigste Knopf in der Mittelarmlehne ist wohl der, mit dem sich die Auspuffklappen öffnen lassen – willkommen im auditiven Rennwagenmodus.

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Schon im mittleren Drehzahlbereich greift der F-Type dann die Straße kraftvoll, durch die verwindungssteife, aber leichte Karosserie, das präzise und agile Fahrwerk und die kurz übersetzte hydraulische Servolenkung ist der Engländer ein ausgesprochener Kurvenfreund. „Fahr noch eine“ flüstert er dem Fahrer verschmitzt zu. Plötzlich eine für einen Sportwagen durchaus ungewohnte Straßenlage: Nach einer Kurve steht in 50 Metern Entfernung auf der Gegenfahrbahn ein Linienbus. Auf der eigenen Spur kommt dem F-Type eine Kuhherde entgegen. Wie wohl die taktile Begegnung des eleganten Engländers mit dem robusten Schwarzwälder Rind ausgehen wird?

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Nachdem die Herde auf einen kleinen Pfad abbiegt, kann es weitergehen ans Wiedener Eck. Die Stereoanlage kann zwar einiges, der Sound aus den beiden mittigen Auspuffrohren ist dem Radio-Programm aber deutlich überlegen – und es gibt den neuen Flitzer auch noch mit zwei noch stärkeren Aggregaten (380 PS in der S-Linie, 495 PS im Achtzylinder). Da könnte man das Radio eigentlich ganz sein lassen.

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Die Achtgang-Quickshift-Automatik (das Getriebe wird von der Zahnradfabrik Friedrichshafen geliefert) ist zwar beeindruckend, noch mehr Spaß aber macht der F-Type, wenn er per Kippschalter hinterm Lenkrad oder über den SportShift-Wählhebel auf der Tunnelkonsole eigenhändig befehligt wird. Nicht nur, weil die Gangwechsel dann noch schneller laufen, sondern weil man den Moment selber entscheiden kann und sich das dann in einem noch markanteren Auspuffsound bemerkbar macht. Jetzt hört sich das Teil endgültig wie bei Vettel und Co. an.

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Selbst wenn die Einfahrvorschriften bis zu einer Laufleistung von 2000 Kilometern Drehzahlen jenseits der 4000 verbieten, besticht der F-Type auch darunter mit einer sehr spontanen Leistungszufuhr und reagiert auf jeden Millimeter Gaspedaldruck. Turboloch? Fehlanzeige. Ein Kofferraum, der eine Kiste Bier und zusätzlich noch die Reisetasche verstauen kann, zählt aber auch zu den fehlenden Merkmalen der Raubkatze. Die 200 Liter Volumen, die Jaguar angibt, sind für den Laien schwer zu erkennen. „Mit dem Wagen kann sich die Dame die passende Abendrobe eben erst am Urlaubsort kaufen“, meint ein Bekannter. Seinem Sohn ist das später herzlich egal: „Das ist aber ein schneller Wagen“, sagt er etwas unsicher. Der Fuß geht vom Gas.

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Ästhetische Schmankerl sind die versenkbaren Türgriffe, der auf Knopfdruck sich aufstellende Heckspoiler und die Kühleröffnungen à la Haiflosse. Ein funktionelles Schmankerl: Das platzsparende Stoffverdeck lässt sich auch bei Tempo 50 noch öffnen oder versenken. Ein zweites: Beifahrende können sich während rasanter Kurvenfahrten an einen Haltegriff an der Mittelkonsole klammern. Ein drittes: In den beiden größeren Versionen umfasst das Dynamic-i-Display eine Stoppuhr mit Zwischenzeiten sowie einen Beschleunigungsmesser, der die aktuell auf die Fahrzeuginsassen wirkenden G-Kräfte ausweist. Jaguar hat mit viel Liebe zur Eleganz einen reinrassigen Sportwagen kreiert.

Text: Lars Bargmann / Fotos: Andreas Aschenbrenner, privat, Jaguar Land Rover Deutschland GmbH

 

F-Type in Zahlen
Motor: 6-Zylinder / Hubraum: 2995 ccm
Leistung: 340 PS / Getriebe: Achtgang-Quickshift
Spitze: 260 / 0-100 km/h: 5,3 Sek.; 80-120km/h: 3,3 Sek.
Basispreis: 73.400 Euro
Preis des getesteten F-Type: 84.500 Euro

Mehr Infos: www.kollinger-gruppe.de