„Red“? Wer zum Teufel sind Red? Das sind ein paar christliche Jungs aus Pennsylvania, die zum Teil hitverdächtigen Post-Grunge spielen. Bei uns sind die Amerikaner recht unbekannt, was sicher daran liegt, dass ihre ersten Alben nicht in Deutschland veröffentlicht wurden und nur über Import zu bekommen waren.


Einordnen kann man Red irgendwo zwischen frühem Linkin Park, Chevelle und Muse. Mit ihrem ersten Album „End of Silence“ sind sie aber in den USA sehr schnell bekannt geworden und wurden sogleich mit Preisen ausgezeichnet. Warum es so lange gedauert hat, bis Red in Deutschland veröffentlicht wurden, weiß die Band wahrscheinlich selber nicht.

 

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„Release The Panic“ ist nicht das stärkste Album von Red, aber es hat einige Hinhörer. Da wäre zum einen der Titelsong, gefolgt von „Perfect Life“. Was aber bei diesem wie leider auch bei allen anderen Alben von Red auffällt, ist die sich steigernde Eintönigkeit mit zunehmender Spieldauer.

 

Die Jungs haben immer ein paar sehr gute Songs, bei denen man sofort bei der Sache ist, liefern dann aber leider auch recht viele durchschnittliche Songs. Oder etwas deutlicher auf den Punkt gebracht: anbiedernde, standardisierte USA Chartmusik. Was sehr schade ist, denn dass die Jungs was können, steht außer Frage. Wer mag, hört sich mal das alles überragende „Breathe Into Me“ vom 2006er Debütalbum „End Of Silence“ an.

 

 

Text: Marc Bargmann