Der Vatikan, ein quasi rechtsfreier Raum mit großer geschmacksresistenter Tradition, ist nun Heimstatt des neuen Pontifex „Don‘t cry for him Argentina“-Franzi und zugleich Altersresidenz vom alten Bene. Ob das gut geht, eine Papst-WG mitten im ultrazölibatären Vatikan? Grundsätzlich haben die beiden unseren Segen. Wir werden aber trotzdem Augen und Ohren offenhalten und uns nicht scheuen, bei geschmacksrelevanten Straftaten (untragbare Outfits, gesangliche Dissonanzen, liturgische Fauxpas oder geschmacklose Hirtenbriefe) im Petersdom vorstellig zu werden.

Die Geschmackspolizei

 

Außerdem werden wir nicht müde, darauf zu dringen, dass nach dem Franziskus eine Gabi, Claudia oder Birte auf dem Heiligen Stuhl Platz nimmt, weil uns Frauen auch gerade geschmackstechnisch viel weniger Scherereien machen.

Sozusagen als Höhepunkt dieser Saunddreck-Kolumne und als besonderer Service für alle Noch- und Wieder-Katholiken – sowie für alle mit XXL-Latinum – folgt nun in voller Länge der lateinische Text der offiziellen Hymne des Vatikan – wahlweise nach der Melodie von „Buenos dias Argentina-remember 78 Cordoba-i werd narrisch“ oder von „Lebt denn der alte Holzmichel noch“:

Roma, alma parens, Sanctorum Martyrumque,
Nobile carmen, te decete, sonorumque,
Gloria in excelsis, paternæ maiestati
Pax et in terra fraternæ caritati
Ad te clamamus, Angelicum pastorem:
Quam vere refers, Tu mitem Redemptorem!
Magister Sanctum, custodis dogma Christi,
Quod unun vitæ, solamen datur isti.
Non prævalebunt horrendæ portæ infernæ,
Sed vis amoris veritatisque æternæ.

Urbi und orbi

Ihre Geschmackspolizei