Niceville ist ein eigentlich beschaulicher Ort, allerdings haben sich einige Personen mit ausreichend krimineller Energie hier niedergelassen. Das führt zu einer Reihe brutaler Gewaltverbrechen, die die örtliche Polizei, angeführt von Ermittler Nick Kavanaugh, an sich bereits vor einen Haufen Arbeit stellen würde. Dazu kommt aber noch, dass in der fiktiven Südstaaten-City irgendetwas Übernatürliches vor sich geht, was so gar nicht zum Namen der Stadt passen mag: Menschen verschwinden spurlos, Totgeglaubte tauchen plötzlich wieder auf.

Rueckkehr
In „Die Rückkehr“ dämmert den Ermittlern so langsam, dass sie es hier nicht nur mit ein paar Verbrechern zu tun haben. Zeit nachzudenken haben sie zwischen Geiselnahmen, vermeintlichen Selbstmorden, Flugzeugabstürzen und Verfolgungsjagden allerdings nicht.

Da geht es den Cops ähnlich wie dem Leser: Die Handlung des Buchs fliegt in Überschallgeschwindigkeit vorbei. Szenerien wechseln schneller als in James-Bond-Filmen, die Schnitte sind genau wie die Charaktere und die Darstellung der Gewalt fast schon tarantinoesk. Mega-spannende Gangster-Geister-Zwitterstory mit dem Warnetikett: Ohne Kenntnis des ersten Teils unlesbar!

Text: Felix Holm

Carsten Stroud
Die Rückkehr
602 Seiten, gebunden
Dumont, 2013
19,99 Euro

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