Die Wandres GmbH micro-cleaning aus Buchenbach hat Mitte April im Beisein von Bürgermeisterin Fränzi Kleeb ihr neues Produktionsgebäude im Gewerbepark Stegen in Betrieb genommen. Der Hersteller von Reinigungssystemen um Firmenchef Claus G. Wandres investierte rund zehn Millionen Euro. Und denkt schon jetzt über die nächste Erweiterung nach.
Wandres-Neubau: Formschöne Fabrik
 
Wandres schwimmt auf einer Erfolgswelle. Zu den aktuell 110 Beschäftigten sollen bis 2018 rund 20 neue dazukommen. Der Mittelständler erzielt mittlerweile die Hälfte seines Umsatzes im Ausland und wächst rasant. Töchter sind in den USA und China angesiedelt, weltweit gibt es 30 Vertriebs- und Servicepartner. Geht es so weiter, könnte in fünf bis zehn Jahren die nächste Erweiterung nötig werden. Wandres baut etwa für die Auto-, Kunststoff- oder Druckindustrie schon seit 1981 Maschinen, die Oberflächen von kleinsten Staubpartikeln befreien: Wichtig bei hochwertigen Produkten, denn Kleinstpartikel und Stäube können zu teuren Qualitätseinbußen, Ausschuss oder aufwendiger Nacharbeit führen.
 
Das neue, knapp 7000 Quadratmeter große Fabrikgebäude beherbergt unter anderem moderne CNC-Maschinen für die Fertigung: Rund 90 Prozent der für die Reinigungssysteme benötigten Teile stellt Wandres selbst her. Das Herzstück aller wischtechnischen Reinigungsmaschinen ist die selbst entwickelte Schwertbürste. Um feinste Stäube zu entfernen, hat Wandres das Ingromat®-Verfahren entwickelt, bei dem die Bürstenfilamente mit einem Spezialreinigungsmittel aus Eigenproduktion leicht befeuchtet werden. Durch die kapillaren Haftkräfte werden die Partikel gebunden, die zu reinigende Oberfläche bleibt dabei trocken. Wandres setzt jährlich rund 20 Millionen Euro um. Die Investition stemmte das Unternehmen hauptsächlich mit Eigenmitteln.
 
Text: bib/bar / Foto: © Wandres GmbH