Es geht rasant los: Hohes Violingefiedel untermalt von dumpfem Kontrabassgezupfe, dazu fremdländisch klingende Texte mit viel „Hey!“ und „Hopaaa!“. Quietschfideler Gypsy-Pop, wild und laut. Doch halt, so fremdländisch klingen die Texte gar nicht – „Reiss dei Hemad auf und danz di frei! Wos ma woin, des woi ma glei!“

 

Kein Wunder, hier ist auch keine rumänische Band am Werk, sondern vier Jungs aus dem Chiemgau, die treibende Balkan-Rhythmen mit bayerischen Texten mischen. So ähnlich müsste es klingen, wenn man DJ Shantel und Andreas Gabalier zwingen würde, gemeinsam zu musizieren. Muss glücklicherweise niemand – die bayerischen Burschen wissen mit ihrem Mix aus quietschfidelem Pop und mystisch klingenden Balladen auch ohne die Hilfe großer Namen zu überzeugen.

 

CD_Django_500

 

Allerdings wohl eher im Club als auf dem Volksfest, denn auch die Texte haben außer dem Dialekt herzlich wenig mit bayerischer Volksmusik gemein. Statt in „Mia san mia“-Mentalität zu verfallen, durchqueren sie in gleich mehreren Liedern die wuide weide Welt. Denn wie heißt es bei Django 3000 so schön? Ein Zigeuner, der sesshaft wird, lebt nicht mehr – da können ihn auch bayerische Wurzeln nicht zurückhalten.

 

Wer schon immer einmal in der Lederhosn ums Feuer tanzen wollte: Hier gibt’s die passende Musik dazu.

Django 3000 spielen am 14. Februar, 20 Uhr, im Jazzhaus Freiburg.

 

 

Text: Tanja Bruckert