Um 570 Millionen Euro haben dubiose Finanzvermittler leichtgläubige Anleger im Jahr 2010 geprellt. So steht es in der jüngsten Kriminalitätsstatistik für die Bundesrepublik. Das Manager Magazin will sogar wissen, dass Anlegerschützer und Bundeskriminalamt den jährlichen Schaden durch „betrügerische Kapitalmarktbuden“ auf rund 40 Milliarden Euro schätzen. Es war zwar nun kein so großer Fisch wie der Finanzmanager Helmut Kiener, der 5000 Anleger um 300 Millionen Euro betrogen hatte und dafür im vergangenen Juli zu zehn Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden war. Aber der 43-jährige Freiburger, der sich neulich vor dem Amtsgericht wegen Anlagebetrugs verantworten musste, hatte immerhin bei rund 20 Menschen mehr als 675.000 Euro eingesammelt und das Geld – statt es für seine Kunden anzulegen – in ein Haus gesteckt. Richter Lars Petersen schickte den Freiburger für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.
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