Schlemmen auf sizilianisch
Salvo Montalbano, der kauzige Kommissar aus dem fiktiven sizilianischen Küstenort Vigàta, ist aus dem Leben vieler seiner Leser nicht mehr wegzudenken. Wie sehr Andrea Camilleris Romanheld in die Realität wirkt, zeigt der offene Brief von Maria Damanaki, ihres Zeichens Europakommissarin für maritime Angelegenheiten und glühende Montalbano-Anhängerin. Darin bat sie den erfolgreichsten zeitgenössischen Autor Italiens, er möge Montalbano auf Diät setzen. Keine kleinen Fische mehr zur Vorspeise! Die kulinarischen Vorlieben des Comissario würden europarechtliche Vorgaben verletzen. In seinen Fällen verputzt der Sizilianer frische Sardinen und kleine Kalmare gleich tellerweise und zerstöre damit das Ökosystem des Mittelmeers, so Damanaki.
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