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Home » Posts tagged "Kino"

Kino

 

Filmkritik des Tages: Sound It Out

09. May 2012
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Die letzte Bastion

Shane wirkt fast ein wenig besessen, wie er so durch die Plattenstapel stöbert: Ganz genau inspiziert er jedes Exemplar, bis er schließlich sorgfältig seine Auswahl trifft. “Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich habe keine Frau”, erklärt der langhaarige Mann. Also sammelt er leidenschaftlich Platten, am liebsten von Status Quo. Für Außenstehende mag diese Passion nur schwer nachvollziehbar sein. Doch Filmemacherin Jeanie Finlay gelingt es, in ihrem Dokumentarfilm “Sound It Out” das warmherzige Porträt vinylbesessener Sammler zu zeichnen und einer aussterbenden Spezies ein liebevolles Denkmal zu setzen: dem unabhängigen Plattenladen.
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chilli-Tipp: 28. Schwule Filmwoche­

01. May 2012
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Zwischen Musik und Porträt

In diesem Jahr können die Veranstalter aus dem Vollen schöpfen, selten standen so viele schwule Filme zur Auswahl. Im Programm sind auch Musikfilme gelandet: etwa das mitreißende Musical „Leave It On The Floor“ oder „Off Beat“, der in der Züricher Rap-Szene spielt.
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James Nachtwey – Das Grauen der Welt

23. April 2012
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Beeindruckt von der aufrüttelnden Wirkung der schockierenden Bilder aus dem Vietnam-Krieg Anfang der 70er-Jahre, beschloss der 1948 geborene Amerikaner James Nachtwey, Kriegsfotograf zu werden. Seit Anfang der 80er-Jahre porträtiert er die Krisen und Kriege dieser Welt.
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Filmkritik des Tages:
Chronicle – Wozu bist du fähig?

21. April 2012
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Keine Helden, gar nichts super

Ehrlich: Wenn erwachsene Männer sich in hautenge Latexanzüge quetschen und sich selbst ulkige Namen verpassen wie etwa der Fledermausmann, Herr Fantastisch oder die Grüne Laterne, um anschließend ein paar missliebigen Herrschaften ordentlich eins auf die Nase zu geben, kann das zwar reichlich aufregend sein – aber auch reichlich kindisch. Demnächst sind die “Avengers” (Start: 26.04.) damit dran, lustige Sprüche zu klopfen und nebenher ein bisschen die Welt zu retten. Vorher aber schleicht sich noch ein unauffälliger, kleiner Superheldenfilm in die deutschen Kinos. Und überrascht: Trotz seiner jugendlichen Helden ist “Chronicle” wesentlich erwachsener als die überbudgetierten Hollywood-Epen – aber kein bisschen weniger spannend.
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Filmkritik des Tages: My week with Marilyn

20. April 2012
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Gefangen im Ich

“Akzeptiert sie, wie sie ist, oder sie treibt euch in den Wahnsinn”, rät der Presseagent lapidar. Da fast niemand Marilyn Monroe akzeptieren will, wie sie ist, macht sich das ganze Set bald verrückt. Bis auf Colin Clark. Der junge Bursche hat gerade beim Film angeheuert, als dritter Regieassistent beim großen Sir Laurence Olivier, der mit der Monroe eigentlich nur eine ganz leichte Komödie drehen will. Ausgerechnet der Frischling Clark ist der Einzige, der einen kühlen Kopf bewahrt. “My Week With Marilyn” erzählt so amüsant wie dramatisch, so herzergreifend traurig wie aufgekratzt fröhlich von einer außergewöhnlichen Woche, die der junge Engländer mit der großen Diva Hollywoods verbrachte. Ein intimer, detaillierter biografischer Einblick in das Privatleben der Monroe ist der Film des britischen Regisseurs Simon Curtis freilich nicht.
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Filmkritik des Tages:
Die Königin und der Leibarzt

19. April 2012
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Es ist was faul im Staate Dänemark …

Für Königinnen war die Berlinale 2012 eine unangenehme Angelegenheit: Gleich zwei von ihnen verloren im diesjährigen Wettbewerb alles, was ihnen lieb war – die eine in Paris, die andere in Kopenhagen. Während Benoït Jacquots Marie-Antoinette-Drama “Leb wohl, meine Königin!” (Start: 31. Mai) – immerhin Eröffnungsfilm des Festivals – nur höflich beklatscht wurde, sammelte der Däne Nikolaj Arcel mit “Die Königin und der Leibarzt” die Lorbeeren ein: Arcel erhielt gemeinsam mit Co-Autor Rasmus Heisterbergen den Drehbuchpreis, Mikkel Folsgaard für seine Darstellung des dänisch-norwegischen Königs Christian VII. den Silbernen Bären.
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Filmkritik des Tages: Battleship

17. April 2012
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Marines gegen Aliens

Regisseur Peter Berg behauptet von sich selbst, das Genre “Super Movie” erfunden zu haben: Prägend seien haufenweise Spezialeffekte, jede Menge Action und so viele Explosionen wie nur irgend möglich. Zuletzt bewies er sein Händchen für gelungenes Popcorn-Kino mit der Superhelden-Komödie “Hancock” (2008). Sein neuestes Action-Feuerwerk, “Battleship”, kleckert nicht, es klotzt: Berg zeigt, wie man äußerst unterhaltsam rund 200 Millionen US-Dollar an Produktionskosten kunstvoll in Rauch aufgehen lassen kann.
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Filmkritik des Tages: The Grey – Unter Wölfen

16. April 2012
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Der Leidwolf

Er prügelt sich mit griechischen Göttern: lächerlich. Er schickt Schlachtschiffe in den Kampf gegen Aliens: idiotisch. Er flieht vor ein paar Wölfen: fantastisch. Derzeit sind in deutschen Kinos Liam-Neeson-Wochen. Doch während in den Materialschlachten “Zorn der Titanen” (Produktionskosten: rund 150 Millionen Dollar) und “Battleship” (rund 211 Millionen Dollar) die ganz großen Effekte sinnlos verpuffen, stiehlt ihnen der Außenseiter “The Grey – Unter Wölfen” (rund 25 Millionen Dollar) mit Leichtigkeit die Show. Regisseur und Drehbuchautor Joe Carnahan braucht dafür nicht mehr als eine Gruppe Männer, ein Rudel Wölfe und viel, viel Eis.
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Filmkritik des Tages: Einer wie Bruno

15. April 2012
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Wenn die Tochter mit dem Vater

“Frank Lehmann” war Christian Ulmens wichtigste Kino-Hauptrolle. Unter der Regie von Leander Haußmann stakste er 2003 selten nüchtern durch jene Kreuzberger Straßen, die Peter Fox erst weit später besingen sollte. Als Sven Regeners Romanheld wurde der MTV-Moderator so bekannt, dass er fortan in vielen deutschen Komödien präsent war, allerdings in der immer gleichen Rolle des verklemmten, unsicheren Typen – den früher oder später Panik packt, was Frauen angeht. Nach der überflüssigen Reality-Schul-Show “Jonas” presst sich Ulmen nun aus seiner Schublade und spielt in “Einer wie Bruno” einen geistig behinderten Vater, der versucht seine Tochter großzuziehen, bis diese ihn als Teenager intellektuell überflügelt.
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Filmkritik des Tages: Martha Marcy May Marlene

14. April 2012
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Kein Ausbruch

Namen sind Schall und Rauch, heißt es. Aber für “Martha Marcy May Marlene” ist das fatal. Eigentlich heißt sie Martha, doch die junge Frau wird einfach Marcy May genannt, manchmal auch Marlene. “Das passt besser zu dir”, heißt es. Mit ihrem Namen wird ihr die Identität genommen – und das wird nicht alles bleiben, was sie in der Hippie-Kommune, in der sie ein freies Leben sucht, aufgeben muss. “Martha Marcy May Marlene” ist ein hervorragender US-Film über die Mechanismen psychischer Gewalt – ein sensibles Ausstiegsdrama, ein raffinierter Psychothriller und ein schauriger Horrorfilm.
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