Wie wird Freiburg in der Zukunft aussehen, im Jahre 2030? Das ist die Kernfrage einer Untersuchung des Amtes für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (ABI).

 

Die Untersuchung Freiburg „2012 bis 2030“ umfasst auf 86 Seiten einen reichhaltigen Fundus an Daten und Prognosen. Prozentual weniger Studierende und Neugeborene, dafür mehr Schulkinder und insbesondere Senioren – so wird Freiburgs Altersstruktur im Jahre 2030 aussehen. Rieselfeld, Vauban und Munzingen – in diesen Stadtbezirke wird die Bevölkerung dann wesentlich älter sein. Haslach-Egerten, Mooswald-Ost, Tiengen, Unterwiehre-Sü, Zähringen – das sind die Bezirke, deren Bevölkerungszahl bis 2030 am stärksten zunehmen wird. Etwa 230.000 Einwohner soll Freiburg dann haben. So lauten die Kernaussagen der Untersuchung.

 

Gegenüber der letzten kleinräumigen Bevölkerungsvorausberechnung von 2009 gehen die Statistiker von einem größeren Wachstum von 7,5 Prozent bis 2026 aus; 2009 noch hatte man einen Zuwachs von nur 2,0 Prozent angenommen. „Dass Freiburg zu den am rasantesten wachsenden Großstädten in Deutschland gehört, wissen wir seit langem“, sagte Obürgermeister Salomon dazu. Jügste Prognosen besagen, dass Freiburgs Bevölkerungszahl im Jahr 2026 bei 230.000 Personen liegen wird; heute sind es 214.000. „Fü eine nachhaltige Planung benötigt eine Stadtverwaltung aber genaue Daten zum Wann-Wo-Wieviel dieser Entwicklung“, so Salomon. „Diese Details können wir heute nun wieder vorlegen.“

 

Der Erste Bürgemeister Neideck ergänzte: „Kleinräumige Prognosen sind wichtig, wenn wir einzelne Grundschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, Verkehrswege und Baugebiete planen wollen, aber auch fü die Ausgestaltung des Flächennutzungsplanes. Fü all diese Bereiche liefert das neue Statistikheft nun Daten, aus denen die zuständigen Fachämter ihre Schlüsse ziehen werden.“ Neideck verwies darauf, dass die Prognosen des Statistischen Landesamtes nicht in feinste Einzelheiten gehen könnten: „Dabei lohnt der Blick mit einer schärferen Lupe, weil sich kleinräumig viel mehr verändert als beim Überblick über die Gesamtstadt.“