Heute kommt „Isbjörn Beaufort“, ein Aktivist im Eisbärenkostüm, nach Freiburg, um auf die Bedrohung seiner Heimat aufmerksam zu machen. Er lädt Freiburgs Bürger ein, sich persönlich mit ihrer Unterschrift für den Schutz der Arktis einzusetzen. Die Unterzeichner fordern damit, dass Erdölforderung und industrielle Fischerei in einem der letzen Naturparadiese der Welt verboten werden. Die Namen der ersten Million Unterzeichner werden in einer unzerstörbaren Spezialkapsel im nächsten Jahr am Nordpol versenkt. „Isbjörn“ wird nicht zuletzt die Umwelt- und Bildungsbürgermeisterin Gerda Stuchlik treffen und einen Ausflug auf den Schauinsland machen.

 

 

Die Arktis ist das Erbe der gesamten Menschheit und darf nicht den Interessen einiger Großkonzerne geopfert werden“, sagt Markus Wichmann von Greenpeace Freiburg. „Gemeinsam können wir uns für den Schutz des sensiblen Ökosystems einsetzen. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützer“. Bislang gibt es bereits über 1.200.000 Arktisschützer. Auch internationale Stars wie Paul McCartney, Penelope Cruz, Robert Redford, Emily Blunt und Peter Fox haben sich dem Aufruf, die Arktis unter Schutz zu stellen, angeschlossen.

Ab 10 Uhr ist Isbjörn auf dem Münsterplatz anzutreffen. Er wird sich dort mit Freiburger Bürgern austauschen und von seiner Reise erzählen. Um 11 Uhr trifft er sich mit Gerda Stuchlik vor dem Rathaus, die als Zeichen für die Unterstützung der Stadt Freiburg für den Schutz der Arktis unterschreiben wird. Am Nachmittag wird Isbjörn mit Aktivisten der Greenpeace Gruppe Freiburg und allen Interessierten auf den Schauinsland laufen und dort weitere Unterschriften sammeln.

Ölbohrungen von Shell und Gazprom bedrohen die Arktis Der Klimawandel und die damit verbundene Eisschmelze schaffen den Zugang zu bisher unerschlossenen Öl- und Gasreserven. Ölkonzerne wie Shell und Gazprom planen derzeit die Ausbeutung der Arktis. Ölunfälle hätten in dem sensiblen Ökosystem katastrophale Folgen. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen Ölunfall in dieser Region zu beherrschen. Dabei könnte auf Öl aus der Arktis ohne Engpässe bei der Versorgung verzichtet werden. Die vermutete Menge Öl könnte den derzeitigen Weltverbrauch an Öl für etwa drei Jahre decken. „Isbjörn“ ist seit dem 21. Juni in Deutschland, um mit den Menschen auf der Straße über den Verlust seiner Heimat zu sprechen. In den USA gilt der Eisbär inzwischen als bedrohte Tierart. Weltweit wird der Bestand auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, droht der Eisbär auszusterben.