Zweieinhalb Jahre alt und leukämiekrank: Im Kosovo kommt das einem Todesurteil gleich. Doch Endrit Bajrami hatte Glück im Unglück. Da es in seiner Heimat keine Behandlungsmöglichkeit gibt, hat sich seine Freiburger Tante dafür eingesetzt, dass der Junge an der Universitätsklinik Freiburg behandelt wird. Seiner Familie ist es mittlerweile gelungen, 95.000 Euro an Spenden zu sammeln – doch um die Chemotherapie abschließen zu können, fehlen weitere 30.000 Euro.

 

Foto-2_privat_11

 

„Aus meiner Brust schaut ein kleiner Schlauch. Der ist da, damit mir die Ärzte Medikamente geben können. In meinem Blut sind nämlich viele unreife weiße Blutzellen. Als meine Eltern das im Oktober von einem Arzt erfahren haben, sind sie ganz traurig geworden – vor allem, als der Arzt gemeint hat, dass er mir nicht helfen kann. Kinder mit meiner Krankheit können im Kosovo nämlich nicht behandelt werden.

 

Deshalb haben meine Mama und ich eine lange Reise gemacht und wohnen jetzt bei meiner Tante. Die kommt wie ich aus dem Kosovo. Aber viele Jahre vor meiner Geburt gab es dort einen Krieg und meine Tante ist geflüchtet. Jetzt wohnt sie in Freiburg, einer Stadt mit einem großen Krankenhaus, in dem mich die Ärzte wieder gesund machen.

 

Die Medikamente, die mir die Ärzte dort geben, sind sehr teuer und meine Eltern haben nicht so viel Geld. Deswegen haben sie in meiner Familie und bei Menschen auf der Straße Geld gesammelt. Das deutsche Gesundheitsministerium hat am meisten gegeben, 30.000 Euro, und ein Verein, der „Ein Herz für Kinder“ hat, nochmal 20.000. Das reicht aber noch nicht, meine Behandlung kostet allein im ersten Jahr 100.000 Euro. So viel Geld für die blöden Medikamente, von denen mir alle Haare ausgefallen sind …

 

Doch die Ärzte sagen, das mit den Haaren sei normal und dass meine Behandlung bisher gut gelaufen ist. Wenn es so weitergeht, darf ich Mitte Juli wieder nach Hause in den Kosovo. Dann sehe ich endlich meinen Papa und meine Schwester wieder, die nicht nach Freiburg kommen konnten. Um nach Deutschland zu reisen, braucht man nämlich eine Erlaubnis, und die hat meine Schwester nicht bekommen.

 

Medikamente werde ich auch noch bekommen, wenn ich zu Hause bin. Meine Mama sagt, meine Behandlung dauert insgesamt zwei Jahre. Aber sie hat mir versprochen: Ich werde wieder ganz gesund und darf spielen und toben wie jedes andere Kind auch. Und der Schlauch kommt dann auch endlich wieder weg!“

 

Aufgezeichnet von Tanja Bruckert

 

Das Spendenkonto:

Universitätskinderklinik Freiburg

Sparkasse Freiburg, BLZ: 680 501 01

Kontonr.: 15 000 150

Verwendungszweck: 3411 7014 00 Endrit Bajrami