Gestern Abend ist auf dem Zelt-Musik-Festival wieder ein Ufo gelandet, wie es Festivalgründer Alexander Heisler umschrieb. Nachdem sie im vergangenen Jahr der Überraschungsact des Festivals war, kehrte Janelle Monáe im Jubiläumsjahr des ZMF zurück und legte eine unvergleichbare Show hin.

 

Das sind sie, die zehn Gesetze auf dem Planeten “The ArchAndroid.” So lautet der Titel ihres  Albums aus dem Jahr 2010, auf dem sich Janelle Monáe diese eigene Welt erschaffen hat.

 

Und auf der Bühne entfaltet diese eklektische Welt dank ihrer vor Funk, Soul und Energie sprühenden Herrscherin Janelle Monáe eine ganz eigene Dimension. Die 28-jährige US-Amerikanerin kam mit einer ganzen Mannschaft auf die Bühne: Streicherquartett, Backgroundsängerinnen, Keyboarder, Drummer, Trompeter, Bassist, der Gitarrist mit Rick James-Gedächtnisfrisur und dazu noch ein eigener Ansager. Was folgte, war eine rund zweistündige von vorne bis hinten durchchoreografierte Show im ganz großen Stil. Immer im Mittelpunkt: Die 1,52 Meter kleine und großartige Janelle Monáe, die mit ihrer glasklaren und schönen Stimme die Ohren und mit ihrem Tanzstil zwischen Fred Astaire und Michael Jackson die Augen zum Staunen brachte. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, malte sie während einer der immer wieder eingestreuten langsamen Nummern auch noch ein Gemälde, das sie nach dem Konzert einem Geburtstagskind aus dem Publikum schenkte.

 

Fazit: Wow!

 

 

Text & Fotos: Daniel Weber